Karriere

Zeit für Freunde und Familie

Von Wiebke Fröhlich · 2015

Ansprüche und Ziele verändern sich im Laufe eines Berufslebens.

Die Generation Y strebt auf den Arbeitsmarkt und scheint, alle Klischees zu bedienen.
Nichts ist ihr wichtiger als eine gute Work-Life-Balance. Auch sonst sind die Ansprüche an den Arbeitsplatz hoch.

Sie gilt als gut ausgebildet, technologieverliebt, digital vernetzt und anspruchsvoll: Die Generation Y will Karriere machen, aber nicht auf Kosten von Familie, Freunden und Freizeit. Die Studie «Professional Research Schweiz 2015» zeichnet ein Psychogramm der nach 1980 Geborenen. Das schwedische Unternehmen Universum hat dazu 4'200 berufserfahrene Akademiker und 3'500 Personen ohne akademischen Hintergrund befragt. 

Work-Life-Balance wird wichtiger

Die Auswertung der Umfrage bildet die Karriere- und Lebensziele von Studierenden und jungen Berufstätigen ab. Danach ist die Work-Life-Balance noch immer das langfristige Karriereziel Nummer eins. Allerdings wird der Ausgleich von Beruf und Privatleben im Laufe Karriere anders definiert. Während für Studierende vor allem ausreichend Freizeit und eine angenehme Arbeitsatmosphäre wichtig sind, legen Berufstätige immer mehr Wert auf flexible Arbeitszeiten und -bedingungen.
Auch sonst scheinen sich Ansprüche und Ziele im Laufe eines Berufslebens zu verändern. Während am Anfang der Karriereleiter noch jeder dritte Studierende eine internationale Karriere anstrebt, sind es bei den Berufserfahrenen nur noch 21 Prozent. Dafür werden Unabhängigkeit, eine anspruchsvolle Tätigkeit und Flexibilität immer wichtiger. Ausserdem legen Menschen mit über zehn Jahr Berufserfahrung deutlich mehr Wert auf Respekt vor Mitarbeitenden, als junge Professionals. Parallel dazu wächst auch der Wunsch, selbst Führungsaufgaben zu übernehmen. 
Aber auch zwischen Berufserfahrenen mit einem akademischen Hintergrund und sogenannten Non-Academics gibt es Unterschiede. Letztere legen bei der Jobsuche viel Wert auf einen sicheren Arbeitsplatz, während Akademiker sich insbesondere von einer anspruchsvollen Tätigkeit angezogen fühlen. Wichtiger ist ihnen nur ein dynamisches und kreatives Arbeitsumfeld. Bei den Berufstätigen ohne akademischen Hintergrund ist das erst der zehnte Punkt auf der Prioritätenliste.