Hautstraffung

Wieder wohl in der Haut fühlen

Von Svenja Runciman · 2016

Das Übergewicht ist erfolgreich bekämpft,
aber das überschüssige Hautgewebe bleibt da:
Eine Straffung kann sich in bestimmten Fällen als sinnvoll erweisen.

In Sachen Bindegewebe sind die Frauen gegenüber Männern im Nachteil: Es ist deutlich schwächer, weshalb sie im Laufe ihres Lebens häufiger an einer Erschlaffung der Haut und des Unterhautgewebes leiden. Bewegungsmangel und eine unzureichend entwickelte Körpermuskulatur können diesen Effekt verstärken, aber auch eine Schwangerschaft kann dazu führen, dass die Bauchdecke überdehnt ist. Häufig bilden sich darüber hinaus nach starkem oder sehr schnellem Gewichtsverlust – zum Beispiel infolge einer Magenverkleinerung – vor allem im Unterbauchbereich durch die stark gedehnte Haut störende Hautlappen am Körper, die sogenannte Fettschürze. Das Hochgefühl über den erzielten Gewichtsverlust kann so schnell Frust weichen, weil der erhoffte Effekt auf die Silhouette ausbleibt und das Selbstwertgefühl leidet. Darüber hinaus können sich unter der überhängenden Haut Infektionen, Ekzeme und Pilze einnisten, häufig kommt es zu Juckreiz. In Fällen wie diesen kann das überschüssige Gewebe durch eine Hautstraffung entfernt werden. 

Weniger sichtbare Narben

Zu den häufigsten Eingriffen in diesem Bereich zählt die Bauchstraffung, gefolgt von der Straffung der Haut an den Oberarmen und den Oberschenkeln. Diese mehrstündigen Eingriffe erfolgen in der Regel in Vollnarkose und erfordern einen stationären Aufenthalt; kleinere Korrekturen beispielsweise an den Oberschenkeln können aber auch ambulant und mit örtlicher Betäubung durchgeführt werden. Häufig werden sie mit einer Fettabsaugung kombiniert. In den meisten Fällen müssen die Kosten dafür selbst getragen werden, da der Eingriff ästhetisch begründet ist. Die Straffung der Haut führt bei den Betroffenen zu einem Zugewinn an Lebensqualität. Und neue Methoden sorgen zudem dafür, dass die entstehenden Narben weniger sichtbar sind, da die Schnitte so klein wie möglich gehalten und an möglichst unauffälligen Körperregionen gesetzt werden.