Schönheit

Gesundes Essen hilft der Haut

Von Svenja Runciman · 2016

Jeder möchte möglichst alt werden, aber so lange wie möglich jung aussehen.
Die Hautalterung lässt sich nicht stoppen,
wohl aber deutlich verlangsamen – unter anderem durch einen gesunden Lebensstil.

Im Herzen sind wir alle jung, na klar. Doch beim Klassentreffen gibt es immer wieder Überraschungen: Ehemalige Schönheiten sind sichtlich gealtert, das eine oder andere Mauerblümchen von früher dagegen ist regelrecht aufgeblüht. Doch was ist der Grund dafür, dass einige Menschen schneller altern als andere? Diese Frage beschäftigt die Wissenschaft schon lange. Natürlich spielen zum einen genetische Ursachen eine Rolle, die wir (noch) nicht beeinflussen können. Sie entscheiden unter anderem darüber, wie lange die Feuchtigkeit und Spannkraft der Haut erhalten bleiben und wann die Zahl der Blutgefässe, die die Haut versorgen, abnimmt. Aber einen entscheidenden Beitrag leistet auch ein gesunder Lebensstil. Denn mittlerweile sind zahlreiche Faktoren bekannt, die den Körper dazu bringen, freie Radikale zu bilden, die wiederum Entzündungsprozesse auslösen und so den Alterungsprozess beschleunigen. Dazu zählen eine mangelhafte Ernährung mit viel Fast Food sowie Stress, wenig Schlaf, Solariumbesuche oder häufiges Sonnenbaden – und vor allem das Rauchen; bei Frauen noch mehr als bei Männern, da die Giftstoffe in der Zigarette in den Östrogenhaushalt eingreifen, der einen grossen Einfluss auf die Hautgesundheit hat. 

Gesunde Ernährung und reichlich Wasser

Das Rauchen sollte also unbedingt unterlassen, wer sich lange an einer schönen Haut erfreuen will. Aber noch viel mehr als jede Anti-Falten-Creme kann auch eine ausgewogene Ernährung die Hautalterung massgeblich beeinflussen. Denn in gesunden Nahrungsmitteln befinden sich jede Menge Antioxidanzien, die die Zellschädigung durch freie Radikale hemmen. Neben frischem Obst und Gemüse tragen Lebensmittel mit einem hohen Gehalt an Omega-3-Fettsäuren, beispielsweise Walnüsse oder Rapsöl, zur Hautgesundheit bei. Auch grüner Tee oder dunkle Schokolade wirken mit ihrer hohen Anzahl an Antioxidanzien der Faltenbildung entgegen. Sport regt den Stoffwechsel an und strafft durch die Erschütterung bei der Bewegung die Kollagenfasern. Wer seiner Haut etwas Gutes tun möchte, sollte auch immer darauf achten, dass er genug Wasser zu sich nimmt. Denn nur bei ausreichendem Wasservorrat kann Feuchtigkeit in den Kollagenfasern gespeichert werden.

OP nur vom Facharzt

Eine weitere Methode, den Alterungsprozess aufzuhalten oder sogar rückgängig zu machen, ist eine Operation. Immer mehr Frauen legen sich unters Messer. Die Schweiz zählt im Pro-Kopf-Vergleich sogar zu den operationsfreudigsten Ländern. So haben im Jahr 2013 rund 55`000 Menschen mit einem operativen Eingriff der Schönheit auf die Sprünge geholfen. An erster Stelle steht dabei das Fettabsaugen, gefolgt von Lidplastik, Brust-OP und Nasenkorrektur. Eingriffe der ästhetischen Medizin wie beispielsweise Faltenunterspritzungen sind dabei nicht einmal berücksichtigt. Die Geräte und technischen Möglichkeiten werden seit Jahren stetig verbessert. Und dennoch ist jeder Eingriff mit gewissen Risiken verbunden: Es kann zu Blutungen, Infektionen und Narbenbildung kommen; auch eine Vollnarkose bringt immer gewisse Gefahren mit sich. Problematisch können Operationen besonders dann sein, wenn sie nicht von einem Fachmann durchgeführt werden. Derzeit gibt es bis zu 600 Anbieter auf dem Schweizer Schönheitsmarkt, von denen über die Hälfte keinen Fachabschluss in der plastischen oder ästhetischen Chirurgie besitzt. Wer sich unters Messer legt, sollte deshalb unbedingt darauf achten, dass der Eingriff von einem Facharzt durchgeführt wird.

Moderne Methoden ohne Skalpell

Darüber hinaus gibt es aber auch immer mehr Eingriffe, die ganz ohne Skalpell oder Narkose auskommen. In den letzten Jahren steigt die Nachfrage nach diesen minimal-invasiven Eingriffen rasant. Zu den modernen Anti-Aging-Methoden zählt unter anderem die LED-Lichttherapie als eine schmerzfreie Möglichkeit, Falten zu glätten. Beim «Micro Needling» wird ein Wirkstoffkonzentrat mit Hyaluronsäure und Silicium in die Haut transportiert. Und beim Fadenlifting werden Fäden aus Polymilchsäure bei örtlicher Betäubung unter die Haut eingezogen, die das Gewebe straffen. Wer also wirklich unzufrieden mit dem Zustand seiner Haut ist, sollte sich zunächst über sanftere Alternativen zu Skalpell & Co. informieren. Denn zwar können auch hier Unverträglichkeiten oder Rötungen auftreten, doch insgesamt ist die Gefahr von Nebenwirkungen deutlich geringer als bei chirurgischen Eingriffen – und das Resultat sieht in der Regel auch natürlicher aus.